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ARCHIV NEWS
Wichtige Wirtschaftsnachrichten

Henkel baut neues Produktionswerk
BUDAPEST (owr)--Der deutsche Chemiekonzern Henkel baut seine Produktionsaktivitäten für Klebstoffe in Mittel- und Osteuropa (MOE) aus. Die Investitionen in einen neuen Produktionsstandort im ungarischen Tatabanya betragen rund 14,7 Mio EUR. Das neue Werk wird voraussichtlich 2012 in Betrieb gehen und 80 Arbeitsplätze schaffen. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Autobahnbau geht auf die Zielgerade
BUDAPEST (owr/gtai) - Ungarns neue Regierung will den Schwerpunkt im Straßenbau verlagern, und zwar weg von Neubaumaßnahmen und hin zu Ausbesserung und Sanierung bestehender Trassen. Bei den wenigen Neubauvorhaben wird angestrebt, die Baukosten pro Kilometer zu halbieren. In eine neue Ausschreibungsrunde sind nur noch zwei Autobahnprojekte aufgenommen worden. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

 

Deutsche Autobauer erhalten 180 Mio EUR
BUDAPEST (ost)--Der deutsche Autobauer Audi soll eine Finanzspritze des ungarischen Staates in Höhe von umgerechnet 72,5 Mio EUR für seine geplante Erweiterung des Werkes im westungarischen Györ erhalten. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Bosch ist größter Investor bei Kfz-Elektronik
BUDAPEST (owr/gtai)--In Ungarn haben sich einige der weltweit größten Elektronik-Vertragsfertiger angesiedelt. Vor allem Elcoteq aus Finnland will das Engagement ausbauen, was die Verlagerung der Firmenzentrale einschließen könnte. Expandieren wollen auch Flextronics aus Singapur, Foxconn aus Taiwan, Jabil Circuit aus den USA und Videoton, das größte ungarische Unternehmen der Sparte. Huawei aus China hat kurzfristig Investitionen von 100 Mio EUR angekündigt. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Regierung beschränkt sich bei Klimaschutz auf das Machbare
BUDAPEST (owr/gtai)--Ungarn will in Brüssel eine Umschichtung der EU-Fördermittel im laufenden Haushalt nicht nur zugunsten inländischer KMU, sondern auch von energieeffizientem Sanieren erreichen. Bedarf wird bei über 100.000 öffentlichen Gebäuden gesehen. Für den Bereich der erneuerbaren Energieträger (EE) gibt es Pläne, diesen zunächst durch Deregulierungen für private Investitionen attraktiver zu machen. Vom neuen EE-Aktionsplan, der nach Fristverlängerung Ende September fällig wird, sind keine neuen Akzente zu erwarten. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download). 

Hankook plant Lkw-Reifenfabrik
BUDAPEST (owr)--In einem Interview mit dem Magazin „Wirtschaftswoche“ kündigte der Europachef des südkoreanischen Reifenherstellers Han-kook, Jin-Wook Choi, die baldige Erweiterung des Produktionsstandortes in Ungarn an. Wie Choi erklärte, sehe man insbesondere im europäischen Lkw-Reifengeschäft einen Wachstumsmarkt und wolle sich hier noch stärker einbringen. „Für 2010 und 2011 peilen wir ein Wachstum von rund 8% an“, so Choi gegenüber der Zeitschrift. Da man „Schwierigkeiten“ habe, „die hohe Nachfrage zu befriedigen, planen wir den Aufbau einer Produktionslinie für Lkw-Bereifungen an unserem Produktionsstandort in Ungarn.“ Aber auch in Bezug auf Pkw-Reifen will Hankook die Fabrik in Ungarn offenbar weiter aufstocken. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Belebung lässt auf sich warten
BUDAPEST (owr/gtai)--In diesem Jahr steigen in Ungarn die Bruttoanlageinvestitionen voraussichtlich nur um 1% und im Folgejahr um real gut 2,5%, so die revidierten Prognosen der Zentralbank in Budapest. Sie war bislang für nächstes Jahr von einem Anstieg um gut 5% ausgegangen. Auch das BIP-Wachstum dürfte im kommenden Jahr schwächer als bislang angenommen ausfallen (2010 knapp 1%). Mit dem IWF wird nun doch kein neues Abkommen angestrebt. Die Höhe der Gewinntransfers durch Auslandsinvestoren (FDI) ist der neuen Regierung ein Dorn im Auge. Ein neues Sparpaket ist auf dem Reißbrett. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Investitionen über 5,5 Mrd EUR aus dem Ausland erwartet
BUDAPEST (owr/gtai) - Gemessen an der Zahl der durch Auslandsinvestoren neu geschaffenen Arbeitsplätze rangierte Ungarn im vergangenen Jahr in ganz Europa auf Rang sechs. Damit lag es vor allen anderen Ländern in Mittel- und Osteuropa mit Ausnahme von Russland und Polen. Bei der Zahl der angekündigten neuen Investitionsvorhaben mit ausländischer Beteiligung belegte Ungarn 2009 in Europa zwar nur Platz 13. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Bankensteuer könnte Kreditklemme verschärfen
BUDAPEST (owr/gtai)--Zwei führende Kreditrating-Agenturen drohen Ungarn nach dem ergebnislosen Abbruch der IWF-Verhandlungen mit einer schlechteren Bewertung seiner Staatsschulden. Die dazu eingeleiteten Verfahren ziehen sich aber mindestens bis Ende des Jahres hin. Standard & Poor‘s will überprüfen, ob die jüngsten Steueranhebungen negative Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum haben. Dabei handelt es sich um die endgültig beschlossene rekordhohe  Bankensteuer. Beim Länderrisiko wurde Ungarns ungünstiges Rating Mitte dieses Jahres bestätigt. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Neue ungarische Regierung erwartet Wachstum statt Rezession
BUDAPEST - Ungarns neue Mitte-Rechts-Regierung bewertet die wirtschaftliche Lage des Landes am Tropf von IWF und EU deutlich besser als ihre sozialistische Vorgängerin. Das Wirtschaftsministerium revidierte deshalb am Dienstag die Konjunkturprognose kräftig nach oben auf ein Wachstum von 0,6 Prozent im laufenden Jahr. Die frühere Regierung hatte einen Rückgang um 0,2 Prozent vorhergesagt. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Wert der Ausschreibungen fällt um 6%
BUDAPEST (owr) – Massiv gestiegene öffentliche Ausschreibungen bei allerdings tieferem Wert. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).
Ungarns Verhandlung über neue Kredite mit IWF und EU ist gescheitert. Lesen Sie hier mehr unter pdf-Download

 

GV der HSU
Am 12.5.10 fand vor über 30 Teilnehmern bei Osec die HSU GV mit einem Gastreferat von Dr Hari Csaba, BKIK Budapest statt hier(pdf Download)

Discounter sind die Krisengewinner in Ungarn
BUDAPEST (APA)—Das britische Einzelhandelsunternehmen Tesco war mit einem Jahresumsatz von 638,4 Mrd HUF (2,41 Mrd EUR) im ungarischen Lebensmitteleinzelhandel auch 2009 die Nummer 1. Dies geht aus der vom Marktforschungsinstitut Nielsen veröffentlichten Topliste hervor. Trotz der allgemeinen Talfahrt des ungarischen Handels erhöhten die Briten ihre Erlöse gegenüber dem Jahr davor um 36 Mrd HUF beträchtlich. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf. Download).

Rechtskonservative Fidesz siegt bei der Wahl
BUDAPEST (APA)—Bei der ungarischen Parlamentswahl hat die rechtskonservative Oppositionspartei Fidesz-MPSZ mit 52,76% der Listenstimmen erwartungsgemäss einen haushohen Sieg errungen. Die seit acht Jahren regierenden Soziallisten (MSZP) wurden mit 19,3% abgestraft, wie am 11. April aus offiziellen Zahlen der Wahlbehörde nach Auszählung von 99% der Stimmen hervorging. Die bisher nicht im Parlament vertretene rechtsradikale Jobbik erhielt 16,7%. Als vierte Kraft konnte die grün-alternative Reformpartei LMP mit 7,43% ins Parlament einziehen. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Geldregen für Daimler und Bosch
FRANKFURT (owr)—Deutsche Unternehmen schneiden bei der Vergabe von Staatshilfen in Ungarn derzeit am besten ab. Gleich drei Töchter grosser deutscher Konzerne führen die Förderliste an. Die Daimler AG kann sich über die grosszügige Staatshilfen für das neue Werk im ungarischen Kecskemet freuen, obwohl gegen das Unternehmen gleichzeitig wegen Korruption ermittelt wird. Bosch erhält einen Zuschuss für den Ausbau seiner Forschungsabteilung und die Continental-Tochter Temic Telefunken Beihilfen für den Ausbau der Autoelektroniksparte für Hybridmotoren. Dies berichtet die ungarische Zeitung „Pester Lloyd“. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Reformansätze zeigen Wirkung
BUDAPEST (owr/gtai)—Unter den OECD-Ländern war 2008 die Differenz zwischen den Bruttokosten eines Arbeitsplatzes und dem Nettoentgelt – einschliesslich Sozialhilfen – für einen Arbeitnehmer nur noch in Belgien höher als in Ungarn. Diese Differenz wurde von Anfang 2009 bis 2010 von durchschnittlich 55% auf rund 47% abgebaut. Budapest erwartet als Folge eine Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Landes. Zudem rechnet die OECD längerfristig mit günstigen Folgen für die Beschäftigung. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download). Regierung setzt weitere Steueränderungen in Kraft
BUDAPEST (owr/gtai)—Anfang 2010 ist in Ungarn der Eingangssteuersatz in der Einkommensteuer leicht gesunken und der Steuersatz für höhere Einkommen deutlich gefallen. Gleichzeitig wurde die Bemessungsgrundlage für die Einkommensteuer stark ausgeweitet. In der Körperschaftsteuer ist die 4-prozentige Solidaritätsabgabe zur Jahreswende gestrichen worden; der Steuersatz wurde aber gleichzeitig von 16 auf 19% angehoben. Die schon hohe Steuerlast auf den Konsum war schon 2009 gestiegen. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Audi Hungaria verkürzt die Betriebsferien
BUDAPEST (APA)—Die Volkswagen-Tochter Audi Hungaria verkürzt ihre Betriebsferien um eine Woche. Berichtete die ungarische Wirtschaftszeitung Vilaggazdasag. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf. Download).

Schocktherapie von Erfolg gekrönt
BUDAPEST (owr/gtai)—Ungarn wird 2010 mit seiner Schocktherapie zur kurzfristigen Budgetsanierung und Leistungsbilanzverbesserung weitere Erfolge vorweisen können. Dann stehen Parlaments- und Kommunalwahlen an, die den Beginn einer neuen politischen Ära bringen könnten mit weniger blockierten Projekten. Eine Steuerreform ist angesagt. Es gibt aber auch neue Risiken und die Konkurrenz um Auslandsinvestoren ist für Ungarn auch härter geworden. Der IWF wird weiter grossen Einfluss haben. 2010 dürften die Importe wieder steigen bei stagnierendem BIP. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

EU-Fördermittel schieben den Tiefbau an
BUDAPEST (owr/gtai)—in Ungarns Tiefbau kommen die mit EU-Hilfen geförderten Grossprojekte in Gang. Das Paket der Regierung für die Bauwirtschaft umfasst Vorhaben im Umfang von bis zu 7 Mrd EUR. Der Schwerpunkt der Investitionen liegt bei Verkehrsprojekten, vor allem bei der Bahnmodernisierung und dem Strassenbau. Im Engergiesektor stieg das Investitionsvolumen im ersten Halbjahr 2009 gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum deutlich an. Mittelfristig sind erhebliche Investitionen in Kraftwerke zu erwarten. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Strukturrefom ist schmerzvoll, aber nötig
BUDAPEST (APA) –Der ungarische Premier Gordon Bajnai sieht die tiefen Einschnitte im Sozial- und Pensionssystem als einzigen Weg, um Ungarn aus der Krise herauszuführen und die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu stärken. Nach der Rezession werde das Wachstum nicht mehr so hoch sein wie vor der Krise, der Wettbewerb um Investitionen werde noch härter, sagte Bajnai in Budapest. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Beim Recycling bestehen noch Lücken
BUDAPEST (owr/gtai)—Ungarns Recyclingbranche ist vor der Krise jährlich um gut 10% gewachsen. Das Geschäft mit Abfällen insgesamt hat ein Jahresvolumen von knapp 1 Mrd EUR. 2009 bekamen die Recycler aber den Preisverfall für Sekundärrohstoffe zu spüren. Momentan hat sich die Lage leicht beruhigt. Motor für Investitionen sind die neuen Recycling-Vorgaben der EU. Bedarf besteht unter anderem an Trennanlagen für Elektro-Geräte und Fahrzeuge, effizientere Ballenpressen für Altpapier und moderneren Schrottplatzausrüstungen. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

IT Marktvolumen in Ungarn vor Wachstumssprung
BUDAPEST (owr/gtai)—Die Hauptwachstumssparten des IT-Marktes sehen Branchenexperten für Ungarn im öffentlichen Sektor sowie im Gesundheitswesen. Die im Land 2010 voraussichtlich abgeschlossene Budgetsanierung schafft hier neue Spielräume. Zur weiteren Unterstützung der Entwicklung der IT-Sparte hat das ungarische Kabinett Anfang September dieses Jahres Grundzüge eine Aktionsplans verabschiedet, dessen Einzelheiten im Herbst veröffentlich werden sollen. Er stützt sich im Wesentlichen auf eine Vorlage des IT-Verbandes. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Automotive
Kfz-Produktion in Ungarn um ein Drittel geschrumpf
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BUDAPEST (owr/gtai)—Der einzige Pkw-Hersteller, der in Ungarn auch für den Inlandsmarkt produziert, Magyar Suzuki, will seinen Ausstoss 2009 auf 185.00 Pkw senken. Im Vorjahr waren noch 280.000 Wagen vom Band gerollt. Die Motorenfertigung bei Audi Hungaria ist im ersten Halbjahr dieses Jahres um rund 35% zurückgenommen worden. Gleichzeitig sackten die Neuwagenzulassungen in Ungarn insgesamt um 40% ab. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf. Download).

Tourismus
Neue Investitionen in Ungarn geplant

BUDAPEST (owr/gtai)—Die Krise verschont auch Ungarns Touristik-Sparte nicht. Die Entwickler schliessen laufende Projekte zwar ab, legen neue jedoch verstärkt auf Eis. In der Hauptstadtregion werden noch 14 grössere Hotels fertig gestellt. Laut Expertenmeinung haben künftig Drei-Sterne-Hotels gute Aussichten auf Realisierung. Zu den Grossvorhaben, in die Wieder Bewegung gekommen ist gehören zwei Casino-Projekte. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf. Download).

Ungarische Regierung baut Biogas-Abfallwirtschaft aus
BUDAPEST (owr/gtai)—Bis 2020 will Ungarn die Stromerzeugung auf der Basis erneuerbarer Energiequellen auf 9.500 GWh steigern (2008: 1.600 GWh). Au fden Einsatz von Biogas bei der Nutzung dieser Energien verspricht ein Anteil von rund 7% zu entfallen (2008 knapp 1%). Das Energiepotenzial von Abfall- sowie Abwasserwirtschaft – von Mülldeponien und Klärschlamm – soll verstärkt genutzt werden. Daneben wird der Erdwärme und in geringerem Umfang auch der Windenergie besondere Bedeutung beigemessen. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf. Download).

Automotive
Mercedes-Werk in Ungarn erhält Subventionen

BUDAPEST (owr)—Ungarn darf den Bau eines neuen Mercedes Werkes in Kecskemet, 80 km südlich von Budapest, mit umgerechnet 111,5 Mio EUR fördern. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf. Download).

Budapester Flughafen vor weiterem Ausbau
Budapest (owr/gtai) –Für 200 Mio EUR wir in Ungarn beim Budapest Airport Ferihegy bis 2011 eine Erweiterung der Passagierterminals fertig gestellt. Flughafenbetreiber Hochtief Airport hat Mitte des Jahres die Bauarbeiten aufgenommen, obwohl die Passagierzahlen nicht wie erwartet steigen, sondern fallen.
Bei den Regionalflughäfen spitzt sich die Lage zu; einige stehen vor Verkauf oder Schliessung. Auf Investitionen in den Hauptstadtflughafen in der Grössenordnung von 50 Mio EUR im Jahr 2008 folgt bis 2011 eine Investition von 200 Mio EUR. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Inflationsschub durch höhere Verbrauchsteuern in Ungarn
BUDAPEST (owr/gtai)—Anfang Juli ist in Ungarn die Anhebung des Regelsatzes der Mehrwertsteuer von 20 auf 25% in Kraft getreten. Ein neuer mittlerer Steuersatz von 18% wird für einige Grundnahrungsmittel eingeführt. Auch Sonderverbrauchsteuern steigen. Gleichzeitig werden die Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitgeber abgebaut, und die realen Lohnstückkosten versprechen zu sinken. Es wird ein Wechsel hin zu niedrigeren direkten und zu höheren indirekten Steuern eingeleitet. Zeitgleich mit dem Inkrafttreten der Verbrauchsteueranhebung in Ungarn Mitte 2009 sind die Wachstumsprognosen noch einmal nach unten korrigiert worden. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

ZEW: Konjunkturerholung setzt sich fort
MANNHEIM (owr)—Die Konjunkturerwartungen der Finanzmarktexperten für den mittel-, ost- und südosteuropäischen Raum (CEE) setzen ihren Erholungstrend im April fort. Der CEE-Indikator, der als Saldo die positiven und negativen Einschätzungen für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung auf Sicht von sechs Monaten widerspiegelt, steigt um 28,8 Punkte auf minus 3,9 Punkte. Im Zusammenspiel mit anderen, sich positiv entwickelnden Indikatoren verbessern sich somit die Erholungsaussichten für die CEE-Volkswirtschaften. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Ungarn baut Logistikdrehkreuz
BUDAPEST (owr/gtai)—In Zahony an der Grenze zur Ukraine ist im Frühjahr ein Regionalentwicklungsprogramm im Umfang von zunächst 110 Mio EUR gestartet worden. Der Grossteil der öffentlichen Projekte bezieht sich auf Ausbau und Instandsetzung der Bahn-Infrastruktur. Dazu kommen Baumassnahmen für Strassen und Logistikeinrichtungen für Warenlieferungen aus Fernost. Auch ein gutes Dutzend Privatunternehmen will investieren. Längerfristig ist der Bau eins Stahlwerks geplant. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Ungarn stemmt sich gegen die Krise
BUDAPEST (owr/gtai) Die Rezession in Ungarn macht – wegen der sich schwach entwickelnden Einnahmen – weitere Budgetentlastungen nötig, um das Haushaltsdefizit bei der Marke von 3% des BIP zu halten. Die Verbrauchssteuern steigen, und die Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitgeber und die Einkommensteuerlast im unteren Bereich sinken. Ab Anfang 2010 soll die Körperschaftsteuer bei 19% liegen. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Medizintechnik
Ungarn baut zentrale Krankenhäuser aus

BUDAPEST (Dow Jones/gtai)—In Ungarn werden umfangreiche Krankenhausinvestitionen durch ein Sonderprogramm angeschoben. Insgesamt acht als förderungswürdig eingestufte Zentralkrankenhäuser sind mit ihren Programmen in eine zweite Zuteilungsrunde gekommen. Die Regierung hat im Januar 2009 kurzfristig weitere EU-Fördermittel umgelenkt, so dass nunmehr 325 Mio EUR bereitstehen. Der Eigenfinanzierungsanteil liegt bei nur 10%. Auch in Kurbäder und Fachambulanzen wird investiert. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Ungarn: Mit EU-Fördermitteln gegen die Krise
BUDAPEST (Dow Jones/gtai) Ungarn macht der Wirtschaft in der Konjunkturkrise EU-Fördermittel zügiger und leichter zugänglich. Unternehmen, vor allem kleine und mittelständische, können sich ab Mitte Februar zu günstigeren Bedingungen um Strukturfondsmittel zunächst für Modernisierungsvorhaben bewerben. Erfahrungsgemäss geben diese Projekte dem Maschinenmarkt Impulse. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Einen Gang höher schalten
Die globale Automobilindustrie entdeckt Ungarn

Audi, Knorr – Bremse, Suzuki, Tata, Hankook, Bridgestone, Asahi, Ibidien, ZF, GM Powertrain und so weiter. Sie alle haben ungarische Regionen gewählt um Ihre Produktion anzukurbeln, die Kosten zu reduzieren und um auf innovative ungarische Goldminen zu stossen. So ist es keine Überraschung, dass sich schliesslich auch Daimler AG am 18. Juni 2008 für das Pannonische Becken entschied. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).
Quelle: www.itdh.com (Hint Magazine)

Alle Strassen führen nach Györ
Nicht nur „die ungarischen Köpfe“ machen Ungarn für die globalen Automobilhersteller attraktiv. Die Audi AG suchte vor 15 Jahren Györ hauptsächlich wegen seiner guten Infrastruktur als Standort für die Fabrik ihres Tochterunternehmens aus. „Alle Strassen führen nach Györ“, und nicht nach Rom, wie das Sprichwort besagt. Györ ist seit der Römerzeit eine strategisch wichtige Stadt geworden. Ihr Strassensystem verbindet sie mit der Slowakei im Norden, mit Budapest im Osten, es liegt neben der Donau und ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für den Schienenverkehr, da es an der Bahnstrecke Budapest-Wien liegt. Die Autobahn ist von mehreren Punkten der Stadt erreichbar. Nach der Wende haben sowohl Audi als auch Philips Györ als regionales Zentrum gewählt, und vor 15 Jahren wurde dort auch der erste Industriepark eröffnet. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).
Quelle: Hint Magazine

Ungarn-Hilfen erreichen Rekordniveau 
BUDAPEST (Dow Jones/bfai) – Die IWF-Auflagen für ein Hilfspaket von über 20 Mrd.-Euro werden in Ungarn zusammen mit höheren Zinsen und dem Wegbrechen des Exportwachstums 2009 das BIP um annähernd 2% schrumpfen lassen. Alle Prognosen sind aber noch unsicherer als sonst. Ob es 2010 zu einer nennenswerten Belebung kommt, ist fraglich. Vier andere EU-Neulinge Mittelosteuropas (MOE) stehen 2009 und 2010 besser da: Dort sollen Wachstumsraten von jeweils knapp 4% erreicht werden, wie das Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW) vorhersagt. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download.

Deutsche Firmen planen trotz Krise Lohnerhöhungen von 6,2%
FRANKFURT (Dow Jones) – Deutsche Unternehmen in Ungarn planen 2009 Lohnerhöhungen von durchschnittlich 6,2%. Im laufenden Jahr erreichte die tatsächliche Steigerung der Löhne und Gehälter im Durchschnitt 8,5%, so dass Ergebnis der aktuellen Vergütungsumfrage der Deutsch-Ungarischen Industrie- und Handelskammer und der Berater von Kienbaum. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Automotive
Vertrag zwischen Daimler und dem ungarischen Ministerium unter Dach
BUDAPEST (Dow Jones/bfai) - Im Parlamentsgebäude in Budapest haben Vertreter der Daimler AG und Ungarns Wirtschaftsminister Bajnai den endgültigen Kooperationsvertrag zum Bau eines neuen Mercedes-Benz Werks in Kecskemet unterzeichnet. Kernpunkte sind Investitionen von 800 Mio EUR und die Fertigung von 100.000 Kompaktwagen jährlich ab 2012. Mercedes-Benz errichtet das Werk in Südost-Ungarn, um zusätzliche Produktionskapazitäten im Kompaktwagensegment zu schaffen. Hier wird das Daimler-Angebot von zwei auf vier Fahrzeuge erweitert. Weitere Informationen finden hier (pdf-Download).

IWF, Weltbank und EU schnüren 25 Mrd US Finanzpaket für Ungarn:
Finanzhilfen sollen Investoren beruhigen
Ungarn vor erneuter Rosskur
BUDAPEST (Dow Jones) – Der Internationale Währungsfonds (IWF), die Europäische Union und die Weltbank haben sie mit Ungarn auf ein Finanzpaket geeinigt. Wie IWF und Europäische Kommission mitteilten, wird Ungarn mit einem Kredit über insgesamt 25,1 Mrd USD unterstützt. Der Währungsfonds stellt Ungarn 15,7 Mrd USD (12,5 Mrd EUR) zur Verfügung, während die EU 8,1 Mrd USD (6,5 Mrd EUR) und die Weltbank 1,3 Mrd USD (1,0 Mrd EUR) bereitstellen. Das Paket solle das Vertrauen der Investoren in Ungarn wiederherstellen und die Spannungen an den Finanzmärkten vermindern, erklärte der IWF.  Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Regierung forciert Abbau des Budgetdefizits
BUDAPEST (Dow Jones/bfai) – Ungarns Regierung hat einen neuen Budgetentwurf für 2009 vorgelegt. Das Wirtschaftswachstum wird darin für 2009 nur noch mit 1,2% angesetzt und die Exportausweitung mit lediglich rund 5%. 2007 waren die Exporte noch um real 14% gewachsen. Vorm Exportzuwachs hängt in Ungarn auch die Importentwicklung stark ab. Die Zielmarke für das Budget 2009 liegt bei einem Fehlbetrag von höchstens 2,9% des Bruttoinlandprodukts (BIP). Ungarn möchte dem Wechselkursmechanismus WKM II gegen Ende 2009 beitreten. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Erweiterung des Budapester Flughafens:
Ungarn treibt den Ausbau der Infrastruktur voran
BUDAPEST (Dow Jones/bfai)—Ungarn treibt mit Hilfe der EU den Ausbau der Infrastruktur intensiv voran. Im Verkehrsbereich ragt der Ausbau des Budapester Flughafens heraus. Aber auch in den Strassenbau und die Erweiterung des öffentlichen Personalnahverkehrs fliessen Milliardenbeträge. Um die Abwasser-Richtlinien der EU zu erfüllen, müssen auch kleinere Gemeinden in den kommenden Jahren ihr Kanalisationsnetz ausbauen und Kläranlagen errichten. Im Energiesektor konzentrieren sich die Investitionen vor allem auf erdgasbefeuerte Kraftwerke. Der Ausbau des Budapest Airport (Ferihegy) verspricht eines der grössten Wirtschafts- und Infrastrukturbauprojekte in Ungarn zu werden. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Zufluss von FDI nach Ungarn stockt
BUDAPEST (Dow Jones/bfai) – Der indische Reifenhersteller Apollo hat seine 200 Mio-Euro-Investition in Ungarn vorläufig auf Eis gelegt und sucht nach einem neuen Standort auch ausserhalb des Landes. Insgesamt dürften die ausländischen Direktinvestititonen in Ungarn 2008 auf 3,5 Mrd EUR sinken nach zum Teil deutlich über 4 Mrd in den Vorjahren, so die Prognose des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW). Im Jahre 2006 waren noch 5,4 Mrd. EUR an Auslandsinvestitionen nach Ungarn geströmt und im Folgejahr 4,1 Mrd Zuletzt entfiel von dieser Summe der Grossteil auf reinvestierte Gewinne. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Energie
Erdwärme-Nutzung wird vorangetrieben
BUDAPEST (Dow Jones/bfai)—Zwei Unternehmen wollen in Ungarn Erdwärme für den Betrieb von Fernheizsystemen nutzen. Dies soll dann zukünftig auch in der Stromerzeugung zum Einsatz kommen. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Automotive
Daimler AG konkretisiert Grossprojekt

BUDAPEST (Dow Jones/bfai)—Das neue Montagewerk der Daimler AG in Ungarn nimmt Gestalt an. Zu Projektumfang, Genehmigungsverfahren und Infrastrukturausbau wurde eine Absichtserklärung unterzeichnet. Das Greenfield-Projekt auf eniem 400-ha-Gelände in Kecskemét soll 2012 fertiggestellt sein. Die Nachfolge-Generation der A- und B-Klasse wird dann dort produziert werden. Weiter Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Budapest hofft auf Erholung seiner Wirtschaft
BUDAPEST (Dow Jones/bfai)—Nachdem der Internationale Währungsfonds seine Prognose für Ungarns Wirtschaftswachstum für 2008 auf plus 2% angehoben hatte, sind jetzt auch die Wirtschaftsforschungsinstitute in Budapest gefolgt. Ihre Vorhersagen fallen noch optimistischer aus und gehen für 2008 von real plus 2,2% bis plus 3% aus. Die Landwirtschaft soll die Konjunkturbelebung stützen, was auch vom Export, der real um 12% wachsen soll, erwartet wird. Die Importe dürften 2008 um rund 9,5% zulegen. Im mittelosteuropäischen Vergleich fällt Ungarns Wachstum weiterhin dürftig aus. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Daimler baut A- und B-Klasse künftig auch in Ungarn
Von Christoph Baeuchle DOW JONES NEWSWIRES
STUTTGART (Dow Jones) – Die Daimler AG hat die lang erwartete Entscheidung für ein Werk in Osteuropa getroffen und investiert nun 800 Mio EUR im ungarischen Kecskemet. In das bestehende Werk im deutschen Rastatt sollen zusätzlich 600 Mio EUR fliessen, wie der Stuttgarter Automobilhersteller am Mittwoch mitteilte. Beide Werke bilden künftig einen Produktionsverbund und werden vier Kompaktmodelle herstellen. Weiter Informationen finden Sie hier und unter diesem Link (pdf-Download).

Ungarn bleibt Schlusslich in der Region:
Regierung steckt in der Krise

BUDAPEST (Dow Jones/bfai)—Die Schockthereapie zur Bekämpfung der Budgetkrise erschütterte in Ungarn nicht nur die Regierung, das ganze Land ist betroffen. Die Sozialisten wurden in eine Minderheitsregierung gezwungen, die Zentralbank dreht an der Zinsschraube, und die Wachstumsprognosen für 2008 liegen lediglich bei knapp 2%. Erste Reformen wurden gestoppt, und deren Fortgang ist offen. Unterdessen steigen die Einfuhren, da die Exportindustrie weiter expandiert und die Nachfrage bleibt schwach. Ungarn wird 2008 mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von unter 2% mit grossem Abstand Schlusslicht in Mittelosteuropa bleiben. Das gleiche gilt voraussichtlich für 2009: Die Prognosen pendeln hier um die 3-Prozent-Marke. Gleichzeitig geht das Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche für den Rest Mittel- und Osteuropas (MOE) von durchschnittlich plus 5,4% aus. Für Ungarn dürfte erst nach 2010 eine Dynamik von wieder mehr aus 4% pro Jahr in Reichweite kommen. Weiter Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Neue Regeln für die Projektdurchführung
BUDAPEST (Dow Jones/bfai) –In Ungarn ist 40 Grossprojekten höchste Priorität eingeräumt worden. Darunter befinden sich neben Fernstrassen auch ein überregionales Logistikzentrum sowie Bahnprojekte. Allgemein soll es schon kurzfristig zu Vereinfachungen bei Baugenehmigungen und öffentliche Beschaffungen kommen. Ob die Minderheitsregierung diese durchsetzten kann, ist offen. Die staatlichen Investitionen in den Infrastrukturausbau werden erhöht. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

EU gegen ungarische Ausfuhrkredite
BRÜSSEL (Dow Jones) –Die Europäische Kommission hat entschieden, dass eine von Ungarn geplante Bürgschaftsregelung für exportierende ungarische KMU und deren ausländische Kunden nicht mit den Beihilfevorschriften des EG-Vertrags vereinbar ist. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Bauindustrie
Hochtief will Flughafen Ferihegy grundlegend umbauen
BUDAPEST (Dow Jones) –Der neue Mehrheitseigentümer des Budapester Flughafens, Hochtief AirPort, lässt keinen Zweifel daran, dass er es mit seiner ungarischen Neuerwerbung sehr ernst meint. Wie die „Budapester Zeitung“ berichtet, reicht die Entwicklungskonzeption für den Ausbau des Flughafens bis ins Jahr 2017. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

In Ungarns Einzelhandel liegen Briten vorn
BUDAPEST (Dow Jones/APA) –Mit einem Gesamtumsatz von 554,9 Mrd Forint (HUF, 2,19 Mrd EUR) im vergangenen Jahr steht das britische Unternehmen Tesco an der Spitze der Top-Einzelhandelsgesellschaften in Ungarn. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf. Download).

Schlechte Aussichten:
Reallöhne in Ungarn sinken stark – Teuerung bleibt hoch

BUDAPEST (Dow Jones/bfai)—Die ungarischen Unternehmen haben ihre Bonuszahlungen an die Belegschaften 2007 stark reduziert. Zusammen mit Abgabenerhöhungen und einer unerwartet hohen Inflation ergaben sich 2007 Rückgänge der real verfügbaren Haushaltseinkommen um gut 5%. Die Teuerung wird auch 2008 hoch bleiben. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf. Download).

Automotive:
Kleinwagen in Ungarn weniger gefragt

BUDAPEST (Dow Jones/bfai) – Der Verkauf neuer Pkw in Ungarn ist 2007 um 5,8% zurückgegangen. Gleichzeitig stieg jedoch der Absatz von Modellen der Mittel- und Oberklasse aus Deutschland und Japan. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf. Download).

Pharma Industrie
Ungarn bleibt als Standort interessant

BUDAPEST (Dow Jones/bfai) Teva Pharmaceutical Industries (Israel) hat erste Planungen zur Verdoppelung der Fertigungskapazitäten an seinem ostungarischen Produktionsstandort vorgestellt.
Weiter Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Ungarn plant für 2009 neue Steuerreform
Hohe Produktivität am Standort Ungarn
Abfallwirtschaft steht vor grossen Aufgaben

Weitere Informationen über diese Themen finden Sie hier (pdf-Download).

Nokia baut neue Zentrale in Ungarn
BUDAPEST (Dow Jones/bfai) – Der finnische Handy-Herstellter Nokia errichtet eine regionale Zentrale in Ungarn. Aus Budapest koordinieren Mitarbeiter die Erschliessung und Bearbeitung von elf Märkten in Mittel-und Osteuropa. Ausserdem investiert das Unternehmen in das Werk in Komarom.
Nokia baut dort die Produktionskapazität aus und erweitert das Produktsortiment. Mehrere Zulieferer folgen dem Beispiel und bauen ihr Engagement in Ungarn aus. Zu den Nokia Zulieferern, die Nokia nach Ungarn gefolgt sind, gehört BYD Electronic aus der VR China.
Das Unternehmen ist der weltweit zweitgrösste Hersteller von aufladbaren Batterien und hat in Ungarn Anfang 2008 das Werk des Handy-Zulieferers Mirae (Korea, Reep) am ungarischen Nokia-Standort übernommen.
Bislang war das Mirae-Werk auf das Beschichten (Coating) von Gehäuseteilen ausgerichtet. Ausgebaut werden soll schon kurzfristig die Fertigungen von Handy-Gehäusen, und auch die Kapazitäten zur Geräte-Endmontage sollen aufgestockt werden. Die Zahl der Beschäftigten dürfte sich auf knapp 1.000 verdoppeln. Eine neue 5.000-qm-Werkshalle ist geplant.
BYD investiert gleichzeitig auch am neuen Nokia-Standort in Rumänien (in Cluj). Insgesamt sollen in beide Länder BYD-Investitionen in der Grössenordnung von knapp 50 Mio USD fliessen.

Wirtschaftsstandort Ungarn:
Investoreninteresse hält an

BUDAPEST (Dow Jones) –Die ungarische Wirtschaft hat 2007 ein schwieriges Jahr erlebt. Das Reformpaket der Regierung stiess nicht überall im Lande auf Zustimmung. Dennoch gibt es erste Anzeichen für eine Trendwende. Trotz vielfältiger makroökonomischer Probleme geniesst Probleme geniesst Ungarn bei ausländischen Investoren nach wie vor einen guten Ruf, betonte das Geschäftsührende Vorstandsmitglied der Deutsch-Ungarischen Industrie- und Handelskammer (DUIHK), Gabriel Brennauer , in einem Interview mit unserer Redaktion. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Weniger Staat in Ungarns Gesundheitswesen
Der bedrängte Regierungschef mit einem wichtigen Reformerfolg

Wien, 18. Dezember 2007/tf; Die ungarische Regierung mach bei ihrer Sparpolitik auch vor dem Gesundheitssektor nicht halt. Trotz Protesten und Streikaktionen soll die staatliche Einheitskasse durch ein Netz regionaler Kassen abgelöst werden. Wenngleich nur eine Teilprivatisierung realisiert wird, weht nun immerhin ein Hauch von Wettbewerb durch den Sektor. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Ungarn öffnet Arbeitsmarkt für Rumänien
Budapest/Sibiu (Dow Jones/APA) – Ungarn öffnet seinen Arbeitsmarkt vollständig für rumänische Facharbeiter. Laut der ungarischen Nachrichtenagentur MIT machte der ungarische Premier Ferenc Gyurcsany diese Zusage in der mittelrumänischen Stadt Sibius (Hermannstadt). Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Riesiges Einkaufszentrum in Budapest eröffnet
Budapest (Dow Jones/APA) Das mit 200.000qm Gesamtfläche grösste Einkaufszentrum Mittel-Osteuropas hat gegenüber dem Budapester Ostbahnhof Keleti seine Pforten geöffnet. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download)

Tauziehen um Grossprojekte in Ungarn hält an:
Budapest (Dow Jones/bfai) – Während Ungarn bis Mitte 2007 noch für keine Grossprojeke EU-Fördermittel aus dem Haushalt 2007 bis 2013 in Brüssel formell beantrag hat, können sich ungarische KMU schon seit Januar 2007 um Mittel aus dem „Operationellen Programm für Wirtschaftliche Entwicklungen“ mit Ihren Investitions- und Modernisierungsvorhaben bewerben. Auch die Zuteilung kommen im Spätsommer allmählich in Gang. Auf die Auszahlung der Beträge müssen die erfolgreichen Bewerber aber voraussichtlich noch bis Anfang 2008 warten. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Ungarisches Unternehmensgesetz tritt in Kraft
Budapest (Dow Jones/bfai)—In Ungarn sind die Fristen für die Anpassung der Gesellschaftsverträge an das neue Unternehmensgesetz verschoben worden. Statt zum 1. September 2007 müssen sie nun bis Anfang Juli 2008 vorgenommen werden. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Infrastruktur:
Die ungarische Stadt Debrecen will einem Pressebericht zufolge ihren Flughafen verkaufen. Wie das Wirtschaftsblatt „Napi Gazdasag“ berichtet, soll der Flughafen durch den Verkauf zu einem internationalen Airport ausgebaut werden. Der Flughafen und seine Betreibergesellschaft sollen zum Jahresende 2007 an einen Käufer mit Erfahrung im Passagiertransport veräussert werden, zitiert die Zeitung den Bürgermeister Lajos Kosa weiter. Durch den Verkauf könnte die zweitgrösste ungarische Stadt rund 53,7 Mio USD erlösen. Insgesamt sollen bereits zehn Unternehmen aus Russland, China, Grossbritannien, Spanien, Oesterreich und Deutschland Interesse gezeigt haben.26OWR 18.09.2007

Ungarn investiert in die Abfallwirtschaft
Budapest (Dow Jones/bfai) In die ungarische Abfallwirtschaft werden im Rahmen grösserer Einzelprojekte kurzfristig annähernd 270 Mio EUR investiert, um die Müllentsorgung in 1500 Gemeinden in den Griff zu bekommen. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Ungarn: Erneut Änderungen im Steuerrecht
Budapest (Dow Jones/bfai) – Anfang 2008 will Ungarn zunächst zu kleineren Modifizierungen im Steuerrecht greifen. Kleinbetriebe sollen Unterstützung bekommen, um ihre Rücklagenbildung für Investitionen zu erhöhen. Für Anfang 2009 ist dann eine grössere Steuerreform vorgesehen. Diese wird voraussichtlich die Einführung einer Immobiliensteuer umfassen und die Arbeitseinkommen entlasten. Weitere Informationen finden Sie hier  (pdf-Download).

Ungarische Biotech-Sparte expandiert
Budapest (Dow Jones/bfai) – Die Zahl der Biotechnologie-Firmen in Ungarn ist seit 2005 sprunghaft gestiegen. Bis 2010 will das Land zu den zehn grössten Biotech-Standorten in Europa aufschliessen; in Mittelosteuropa ist Ungarn schon führend. Die Spartenumsätze versprechen, auf mittlere Sicht jährlich um 20% zuzulegen. Schwerpunkte der Tätigkeit sind in der Human-Biotechnologie Dienstleistungsangebote über Plattformtechnologien (unter anderem Wirkstoffsuche). Weiter Informationen finden sie hier (pdf-Download).

Wirtschaftssanierung in Ungarn kommt voran
Budapest (Dow Jones/bfai) „Das drohende Budget-Desaster hat Ungarn endgültig abwenden können“, stellt Eva Palocz vom Kopint-Tarki-Institut heraus. Sektkorken können die Magyaren aber trotzdem noch nicht knallen lassen. „Das Fenster für eine nachhaltige Budgetsanierung einschliesslich Strukturreformen wir nur kurze Zeit offen bleiben; Ungarn muss diese Chance nutzen, um seine internationale Wettbewerbsfähigkeit zu sichern“, schreibt der Internationale Währungsfonds in seinem Jahresmitte-Report. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Download).

Stadler hofft auf die Banken
 Der Thurgauer Schienenfahrzeugbauer vor einem zweiten Grossauftrag in Ungarn

Bussnang/Budapest. Wenn alles gut geht, kann Stadler Rail auch die zweite Tranche von 30 S-Bahnen für Ungarn bauen. Knackpunkt ist die Finanzierung. Informationen entnehmen Sie diesem Dokument (pdf-Download).

Ungarn wird teuer
Hohe Energiekosten brachten für die Ungarn einen Preisschub sondergleichen. Im April stiegen die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,8 Prozent.
Die Verbraucherpreise sind in Ungarn wegen hoher Energiekosten im April im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,8 Prozent gestiegen. Dies teilte das ungarische Statistische Zentralamt (KSH) am Freitag in Budapest mit. Gegenüber dem Vormonat erhöhten sich die Preise um 0,5 Prozent. Im Vorjahr hatte die Inflationsrate im April nur 2,3 Prozent betragen. 32
Bei den Haushaltsenergieträgern verzeichneten die Statistiker eine Verteuerung um 31,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, allein beim Stadtgas eine solche um 53,3 Prozent. Die links-liberale Regierung von Ferenc Gyurcsány hatte im Vorjahr im Rahmen ihres Spar- und Belastungspakets zur Eindämmung des Budgetdefizits die staatlichen Preissubventionen für diese Energieträger deutlich gesenkt.

Staatspräsident: Ungarn ist nicht wirklich gespalten
Der ungarische Staatspräsident rief in seiner Neujahrsansprache zu einer Rückkehr zur Moral in der Politik und zur Entwicklung der Zivilgesellschaft auf. Durch den zur Jahreswende erfolgten EU-Beitritt Rumäniens sei nun der „grösste Teil der ungarischen Nation“ nach Europa integriert.Die Gewinner der Wende sollten sich mehr um die Armen kümmern
Zwar wurde der parteipolitische Zwiespalt zu einem der grössten Probleme des Landes, doch sei das ungarische Volk in Wahrheit gar nicht gespalten, denn man verfolge letztlich die selben Grundwerte, sagte der ungarische Staatspräsident László Sólyom in seiner Neujahrsansprache. Das Staatsoberhaupt rief die zwei grossen politischen Lager betont zur Zusammenarbeit auf, um das Vertrauen der Öffentlichkeit wieder herzustellen. Dieses könne jedoch inmitten des „künstlich geschürten und aufrecht erhaltenen“ Zwiespaltes nicht entstehen, kritisierte er indirekt das Verhalten der bürgerlichen Opposition. Seiner sorgfältig ausbalancierten Rede mangelte es jedoch auch nicht an unmissverständlicher Kritik an die Adresse der regierenden Sozialisten. „Nach den Wahlen hat ein jeder erfahren, dass dieser Staat nicht fähig ist, seine sozialen Leistungen aufrecht zu erhalten. Doch ist auch die Lehre zu ziehen, dass Politik nicht unverändert bleiben kann. Die Ereignisse ermahnten uns, dass auch die Politik moralische Grenzen respektieren muss.“ Im übrigen könne die Regierung von den Bürgern jedoch auch ein verantwortliches Verhalten und Zusammenarbeit erwarten: dass diese, in der schweren Lage, ein Opfer im Interesse des Landes erbringen.
Sólyom, ursprünglich Kandidat der Konservativen für den Posten des Staatspräsidenten, sagte weiter: in der aus den Geschehnissen des vergangenen Jahres entstandenen Atmosphäre ist es kaum noch möglich, die, alle Bürger betreffenden politischen Fragen umfassend zu klären. Daher forderte er, die Informiertheit der Bürger zu erhöhen: „... was sind die Ziele der Politik, welcher Weg führt zu diesen, wie sieht der Fahrplan aus und worin bestünden die Alternativen? ...“ Dabei sollten auch die Meinungen der Interessenvertretungen und der Zivilorganisationen ernstlicher erwogen werden.
Sólyom begrüsste den Beitritt Rumäniens zur EU. Dadurch sei der „überwiegende Teil der ungarischen Nation“, 12 Mio. Menschen, Mitglied derselben politischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Einheit. Ungarn erkläre sich natürlich solidarisch mit den restlichen halben Mio. Landsleute, die in der Ukraine und in Serbien leben.
Der Staatspräsident rief am Ende seiner Rede die „Gewinner der Wende“ auf, sich mit den Armen solidarisch zu zeigen und ihnen zu helfen.
Quelle: Pester Lloyd34

1956er Secondos als Unternehmer in Ungarn
Von der Schweiz «zurück» in ein postsozialistisches Land

Sie sind in der Schweiz geboren, in die ihre Eltern 1956 geflüchtet waren. Heute, 16 Jahre nach der «Wende», leben und arbeiten die «56er Secondos» Andreas Kozma, Marc Pintér und Aron Papp wieder im Herkunftsland der Eltern. Ein Fazit der drei Unternehmer: Der Westen habe bis jetzt Konsumenten in Ungarn herangezogen, aber noch keine Bürger. 
Kürzlich hat die ungarische Tageszeitung «Népszabadság», die den regierenden Sozialisten nahesteht, Marc Pintérs Firma unter dem Schlagwort «Bangalore an der Vácistrasse» (Budapests Einkaufsmeile) vorgestellt. Denn «Medea Services» ist fraglos ein Vorzeigeunternehmen für das Ungarn, das sich für den Westen und die Globalisierung 1989 öffnete. Pintérs Firma übernimmt die digitale Erfassung von Daten, sei es von Bibliotheken, Banken oder ähnlichen Institutionen. Pintér ist mit dem Geschäftsgang sehr zufrieden. Nach eigenen Angaben ist seine Firma für Bibliotheksdaten in Europa derzeit Marktführer. Seine Kunden sind westliche Firmen und Institutionen wie zum Beispiel die Deutsche Nationalbibliothek in Frankfurt. Pintérs Vorteil sind die tieferen ungarischen Löhne. Er betreibt auch eine Tochtergesellschaft in Rumänien, wo die Arbeit noch billiger ist.35 Neuer Wert doppelter Verwurzelung
Trotz seinem beruflichen Erfolg in Ungarn bezeichnet sich der aus Oberrieden stammende vierzigjährige Datenspezialist jedoch weiterhin als Schweizer ungarischer Herkunft, ja er werde, je länger er in Ungarn sei, immer mehr zum Schweizer. Er sei zweisprachig aufgewachsen, was ihm während der Schulzeit höchstens ein paar Hänseleien eingetragen habe. Mit der Wende von 1989 sei dann der «Nonvaleur» der ungarischen Herkunft plötzlich etwas wert gewesen. Wer in den frühen neunziger Jahren in Ungarn eine Stelle suchte und sowohl über ungarische wie gute westliche Sprachkenntnisse verfügte, wurde privilegiert.36
Ende 1994 war Pintér, der 1991 an der Hochschule St. Gallen sein Studium in Betriebswirtschaft abgeschlossen hatte, schon Chef der ungarischen Tochtergesellschaft der «Winterthur»- Versicherung. Die ersten 10 000 Franken, welche die Versicherung ihm anvertraute, brachte Pintér noch als Bargeld nach Ungarn - die «Winterthur» verfügte damals noch über keine ungarische Bankverbindung. 1998 wagte Pintér den Neuanfang als selbständiger Unternehmer. - Andreas Kozma, der seit 1994 in Ungarn lebt, hat an der Universität Zürich Wirtschaft und Informatik studiert. Zuerst als Manager bei einem ungarischen Aluminiumwerk tätig, hat er den Privatisierungsprozess in Ungarn hautnah erlebt. 1996 gründete er die Firma «Ansis», eine international agierende Unternehmensgruppe mit Sitz in Budapest, die IT-Lösungen und Beratung anbietet. Der 39-jährige Vater zweier Kinder ist mit einer «richtigen», in Ungarn aufgewachsenen Magyarin verheiratet.

Ernüchterung über das Herkunftsland
Den grossen Vorwurf der Oppositionspartei Fidesz, Ungarn werde an westeuropäische Firmen und Multis ausverkauft, weisen Kozma wie Pintér zurück. Ihr Eindruck ist, dass von Westfirmen übernommene Betriebe besser funktionieren und so der ungarischen Gesellschaft mehr nützen als rein ungarische. Das habe mit den Jahrzehnten des Kádár-Regimes zu tun, das mit seinen Lügen und faulen Kompromissen wie ein «lauwarmes Bad» gewesen sei. Das nach Einschätzung Kozmas früher stark bürgerlich geprägte Ungarn habe sich durch vierzig Jahre Kommunismus gewaltig verändert, und das hätten viele ihrer Eltern, die 1956 in die Schweiz geflüchtet seien, noch gar nicht richtig realisiert. Ihre Eltern hätten ihnen noch die bürgerlichen Werte aus der vorkommunistischen Zeit vermittelt. So hätten sie, als sie in den neunziger Jahren ihre berufliche Laufbahn in Ungarn begannen, erst allmählich realisiert, dass dieses Ungarn gar nicht mehr existiert. Beispielsweise habe der Grundsatz von «Treu und Glauben» im heutigen postsozialistischen Ungarn noch zu wenig Gewicht.

Geduldsproben und Lebensfreude
Nach über zehn Jahren Ungarnaufenthalt sind sich Kozma und Pintér einig: Es ist gar nicht so einfach, Ungar zu sein. Zu den Unruhen rund um die Gedenkfeiern für den Aufstand von 1956 meint Pintér, Ungarn habe noch nicht gelernt, mit Demokratie umzugehen. Kozma ergänzt: «Es gibt in Ungarn noch keine echten politischen Debatten, geschweige denn eine geregelte Vernehmlassung.» Auseinandersetzungen würden sehr schnell emotional, und über die eigentlichen Probleme rede man dann gar nicht mehr. Das in der Emigration einst überhöhte Ungarnbild ist, so die zwei Unternehmer heute, einer nüchterneren Sicht gewichen. Trotz aller Desillusionierung fühlt sich Kozma aber weiterhin Ungarn zugehörig. Seine ganze Verwandtschaft lebe in Ungarn, und erst seit auch er hier lebe, realisiere er das emotionale Gewicht dieser Tatsache.

Der in Zürich Wiedikon aufgewachsene Aron Papp gibt seit 1990, dem Gründungsjahr der Handelskammer zur Förderung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen zwischen Ungarn und der Schweiz, deren Bulletin «Magyar Info» heraus. Dies anfänglich noch von Zürich aus; 2003 ist der dreifache Familienvater ins Herkunftsland seiner Eltern emigriert und betreibt dort die Unternehmensberatung «Swiss Media Services». Er gibt seinen Schweizer Freunden Pintér und Kozma recht, was den mentalen Zustand Ungarns betrifft. So betrete er prinzipiell kein ungarisches Postamt mehr: «Die ungarische Bürokratie übersteigt einfach meine Geduld.» Auch Pintér sieht die Kunden-Unfreundlichkeit der kommunistischen Ära hier noch weiter am Werk: «Dem setze ich mich nicht mehr aus, die Postgänge erledigen meine Mitarbeiter.»

Auch das sei typisch Budapest - Papp unterbricht das Gespräch im stimmungsvoll renovierten Kaffeehaus «Central» unvermittelt und weist auf das Nachbarhaus: Das Haus sei doch gerade erst total renoviert worden und habe schon überall Schimmelflecken. Diese sehe man hier überall: «Die Ungarn haben den Qualitätsanspruch noch nicht, der in der Schweiz selbstverständlich ist.» Papp wirft jedoch dafür in die Waagschale - und alle geben ihm recht -: Was Ungarn zu bieten habe, sei Lebensqualität und Lebensfreude. Kulturell sei Budapest mit seinen 42 Theatern beispielsweise nicht zu übertreffen.

Kohäsionsbeitrag für Know-how-Transfer
Was den Einsatz der Kohäsionsmilliarde betrifft, zu der die Schweiz am 26. November Ja gesagt hat, betonen die drei sowohl in der Schweiz wie in Ungarn Verwurzelten mit Nachdruck: Dem Coaching und der Kontrolle zukünftiger bilateraler Projekte komme eine Schlüsselrolle zu. 16 Jahre (seit der Wende) seien nicht genug, die sozialistisch geprägte Mentalität zu ändern. Nach Meinung von Papp wurde der Mentalitäts- und Know- how-Transfer sträflich vernachlässigt: «Wir aus dem Westen haben in den letzten 16 Jahren Konsumenten herangezogen, nicht aber Bürger.» Unter Know-how-Transfer verstehen die drei Heimkehrer aus zweiter Generation aber nicht nur die Vermittlung von akademischem Wissen. Neben einem verstärkten Engagement in Bereichen wie der politischen Bildung brauche es auch mehr gute, verlässliche Handwerker.
Villö Huszai
Quelle NZZ 4.1.200742

Gyurcsány übt Selbstkritik
Ungarns Ministerpräsident Ferenc Gyurcsány übt in einer Bilanz der ersten sechs Monate seiner sozialliberalen Regierung Selbstkritik. Laut dem Regierungschef reicht es nicht aus, wenn die Ziele der Regierung für Legislative und die Exekutive "klar sind", sondern "auch die Menschen müssten diese Ziele verstehen".

Dabei seien die "Fähigkeit der Selbstkritik und Selbstkorrektion" die wichtige Tugend einer Regierung. Gyurcsány spricht von einem "schweren, jedoch wichtigen halben Jahr", das reich sei an "Ergebnissen und Erfahrungen".

Die Tätigkeit der Regierung hätte der Schaffung einer "gerechteren Gesellschaft" und eines konkurrenzfähigen Ungarn gedient, das in der Lage sei, seinen " Bürgern ein europäisches Lebensniveau zu sichern". Das Ziel der Staatsreform bestünde darin, mittels der effektivere Verwendung der öffentlichen Gelder eine allen Bürgern zugängliche Qualitätsdienstleistung zu schaffen.
Obwohl das Kabinett hinter der Verwirklichung der Landesreform stünde, seien die auf die Erneuerung der politischen Institutionen abzielenden Initiativen "erfolglos" geblieben. Dennoch hätte die Regierung die Zahl der Ministerien verringert und die Schaffung des neuen Regierungsviertels beschlossen. In öffentlichen Dienst sollen ab 2007 leistungsabhängige Gehälter eingeführt werden.
(Quelle: dpa)

Verleger Jürg Marquard wird Held der Freiheit
Bereits zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres wird Jürg Marquard, Verleger und Honorargeneralkonsul der Ungarischen Republik, von der ungarischen Regierung geehrt. Der ungarische Ministerpräsident Ferenc Gyurcsány und der ungarische Präsident Laszló Sólyom haben ihm die Ehrenauszeichnung Held der Freiheit anlässlich des 50. Jahrestages der Ungarischen Revolution verliehen.
Der ungarische Botschafter in der Schweiz, Jenö Boros, betonte in seiner Rede an der Feier zur Übergabe dieser Auszeichnung, dass Jürg Marquard in den elf Jahren als Honorargeneralkonsul von Ungarn immer wieder sein grosses Engagement für die ungarischen Interessen gezeigt habe. Als erster westlicher Verleger habe Jürg Marquard einen wesentlichen Beitrag zur Freiheit des HSU-Partnerlands und zur Öffnung hin zum Westen beigetragen.

Ungarns Sozialstaat wird beschnitten
Ungarn stehen soziale Veränderungen ins Haus, die einer Revolution gleich kommen. Viele Bürger sind schockiert, weil die linksliberale Regierung von Premier Ferenc Gyurcsány Gebühren für bestimmte ärztliche Leistungen einführen will, die bislang kostenlos waren. Weitere Informationen finden Sie hier (pdf Download).

Swiss lanciert direkte Verbindung Basel-Budapest
Budapest Airport hat eine direkte Flugverbindung Basel-Budapest angekündigt. Damit ist zukünftig neben Zürich und Genf auch die wirtschaftlich wichtige Nordwestschweiz direkt per Flugzeug mit Ungarns Hauptstadt verbunden. Der Betrieb soll am 16. Januar 2006 mit einer Avro RJ-100 der Swiss aufgenommen werden. Wöchentlich sind jeweils für Dienstag, Donnerstag sowie Samstag und Sonntag Flüge geplant. Die neue Destination trägt zur weiteren engen Anbindung der Schweiz an Ungarn bei. Bereits im vergangenen Jahr stieg das Flugaufkommen zwischen den HSU-Partnerländern um 27,6 Prozent. 2005 wurden zwischen den beiden Ländern insgesamt 311´237 Flugpassagiere gezählt. Die Verantwortlichen erwarten sich von der neuen 3-Länderdestinatuion Basel-Mühlhausen weitere positive Impulse für den bilateralen Tourismus. Laut Swiss-Ungarnchefin Gabriella Jávori werden Basel-Tickets in Budapest bereits ab 7´900 Forint angeboten werden.