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Dienstag, 5. Juli 2011 | Nr. 26

China hilft in „historischer Größenordnung“

BUDAPEST (owr)--China will massiv ungarische Staatspapiere kaufen und auch den Euro weiter stützen. Das sagte der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao nach einem Gespräch mit seinem ungarischen Amtskollegen Viktor Orban in Budapest. Orban sprach von einer chinesischen Hilfe in „historischer“ Größenordnung und von einem „Meilenstein“. Nun brauche sich sein Land um die Staatsfi nanzen keine Sorgen zu machen. China sei Ungarns „strategischer Partner“.

Wen betonte, China habe „Vertrauen in die wirtschaftliche Entwicklung Europas und sehe sich als „langfristigen Investor in Staatsschulden“ in Schwierigkeiten geratener Staaten. „Wir unterstützen konsequent Europa und den Euro“, fügte Wen hinzu. China schätze den hohen Stand der wissenschaftlichen Forschung sowie die gute Berufsausbildung. Beide Staaten schlossen im Beisein der Regierungschefs zwölf Wirtschaftsabkommen. Die chinesische Entwicklungsbank wolle für gemeinsame Investitionen einen Kredit über 1 Mrd EUR zur Verfügung stellen, sagte Wen. Orban sagte, chinesische und ungarische Firmen hätten Investitionsabkommen im Wert von 1 Mrd USD in der Chemiebranche geschlossen. China wolle zudem Ungarn zum Logistik- und Verkehrsknotenpunkt in Mitteleuropa machen. Ziel sei es, das bilaterale Handelsvolumen bis 2015 auf 20 Mrd USD mehr als zu verdoppeln, berichtet die Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung.