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Ungarische Anleihen bieten Chancen

Die Experten von "FOCUS-MONEY" halten Anleihen aus Ungarn für interessante Investments.

China habe angekündigt, massive ungarische Staatspapiere kaufen zu wollen. Vor diesem Hintergrund bräuchte sich das Land nun keine Sorgen mehr über die Staatsfinanzen zu machen.

Zudem habe Anfang Juni die Ratingagentur Fitch den Ausblick für Ungarn von "negativ" auf "neutral" angehoben. Fitch habe die Maßnahmen gelobt, um das Budgetdefizit 2012 auf unter 3% des BIPs zu senken. Auch die Inflationsrate habe per Mai 2011 mit 3,9% das erste Mal seit September 2010 wieder die Marke von 4,0% unterschritten. Dennoch belasse die Regierung den Leitzins bei 6,0%.

Damit würden Ungarn-Anleihen mehr als doppelt so viel Jahresrendite abwerfen wie vergleichbare Bundesanleihen. Dabei dürfe aber nicht außer Acht gelassen werden, dass Deutschland mit der besten Bonitätsnote "AAA" bewertet werde, während Ungarn erst noch mit einem "BBB-" auskommen müsse.

Die Experten hätten drei Ungarn-Anleihen herausgesucht: Die Anleihe (ISIN XS0183747905/ WKN A0AU1L) werde am 29.01.2014 fällig und biete bei einem Kurs von 100,35% eine Rendite von 4,33% pro Jahr. Die Anleihe (ISIN XS0240732114/ WKN A0GL1V) laufe noch bis zum 18.07.2016, notiere bei 92,75% und werfe eine Rendite von 5,16% p.a. ab. Die Anleihe (ISIN XS0284810719/ WKN A0LL06) werde am 04.07.2017 fällig, werde aktuell bei 93,30% gehandelt und bringe eine jährliche Rendite von 5,72%.

Wer sich von den derzeit noch mäßigen Rating-Noten Ungarns nicht scheut, sollte sein Depot dennoch nur in geringem Volumen mit Anleihen des Nicht-Euro-Landes bestücken, raten die Experten von "FOCUS-MONEY".