Lasten von MKB drücken BayernLB in die
Verlustzone
21.11.2011 MÜNCHEN (APA)--Wieder sorgt eine
Auslands-Bankbeteiligung für hohe Verluste bei der Bayerischen
Landesbank (BayernLB). Unerwartet hohe Lasten aus dem Ungarngeschäft
über die Bank MKB haben die BayernLB im dritten Quartal dieses
Jahres wieder in die roten Zahlen gedrückt. An der MKB hält die
BayernLB 90%. Im vergangenen Jahr musste für Ungarn schon viel Geld
nachgeschossen werden. Jetzt drohen dort neue Verluste aus der
staatlich verordneten Fremdwährungskreditkonvertierung auf der
Bilanz.
Im dritten Quartal verbuchte die BayernLB einen Vorsteuerverlust von
92 Mio EUR, nachdem es im zweiten Quartal dieses Jahres noch einen
Gewinn in Höhe von 95 Mio EUR gegeben hatte. Wegen weiterer
„Unwägbarkeiten“ im vierten Quartal - unter anderem wieder wegen
Ungarn - musste der BayernLB-Vorstand am Mittwoch seine im August
erstellte Jahresprognose kippen.
Nach neun Monaten dieses Jahres blieb ein Vorsteuergewinn von 152
Mio EUR, im Vorjahreszeitraum waren es noch 669 Mio EUR. Auch die
deutsche und ungarische Bankenabgabe verminderten das Ergebnis. Die
MKB schrieb einen Vorsteuerverlust von 186 Mio EUR, teilte die
Münchner Bank in ihrem Quartalsbericht mit.
Wegen des Umtauschs von Fremdwährungskrediten musste die ungarische
Tochter MKB jetzt 108 Mio EUR zurückstellen. Das war der Hauptgrund
für den BayernLB-Quartalsverlust. Sonst hätte es vor Steuern einen
Quartalsgewinn in München gegeben. Zusätzlich gemindert wurde das
Ergebnis von 51 Mio EUR durch die Bankenabgabe in Ungarn.